Barfuß Trainingslauf durch Berlin (Dienstag – 3.10.2017)

Am Tag der Deutschen Einheit war ich schon fleißig. Ohne Wecker bin ich gegen 7 Uhr aufgewacht und sofort in den Tag gestartet.

Voller Elan zog ich meine Sachen an und machte mich auf den Weg zum Friedrichshain.

Um ehrlich zu sein, manchmal laufe ich nur, weil ich den Blog hier nicht unterbrechen möchte, aber heute hatte ich wirklich Lust.

Mit leichtem Lächeln komme ich auf die Straße, es regnet.

Regen stört mich an sich nicht, denn ich trage eine Mütze, also bleibt der Kopf relativ lange trocken. Das einzige was mich stört ist der Untergrund. Wenn er nass ist, tut jeder Schritt doppelt so doll weh. Der Asphalt ist dann ziemlich hart und sehr sehr rau.

Aber, wenn man wirklich will, findet man Wege statt Entschuldigungen. Also mache ich weiter.

Im Park angekommen denke ich: „endlich schön auf weichem Untergrund laufen“ – Meine Freundin würde jetzt ein unfreundliches Wort auf spanisch sagen, denn genau das dachte ich auch. Der Boden dort tut genauso weh, weil so viele Stöcker und Steine da liegen. Jeder Schritt ist eine Qual, die Enttäuschung wächst.

Ich laufe zu den Seiten der Wege, dort geht es ein bisschen besser. Jetzt tun die Füße nicht mehr ganz so weh und ich beginne die Situation wirklich zu genießen. Meine Stimmung steigt und wie ein Kind beginne ich in jede Pfütze zu springen, so sehr freue ich mich über den Kontakt zu meiner Umgebung.

Die paar Leute, die beim Regen auch im Park sind, lächeln mir zu als sie mich glücklich in den Pfützen sehen.

Auch meine Lieblings-Schmerz-Stelle mit den vielen vielen Steinen ist bei Regen gar nicht so schlimm. Völlig unerwartet überquere ich die ca. 100 Meter lange Strecke im Lauf, statt wie sonst langsam zu gehen. Danach wird alles ruhiger. Wieder Asphalt, aber ich laufe an den Seiten, die mit Gras bedeckt sind. So geht es ganz gut und lässt sich ertragen.

Ich komme nun zu meiner Endwiese, die Entspannung stellt sich ein. Jeden Lauf beende ich mit ein paar kleinen Übungen zum Kräftigen. Also hänge ich mich an eine Stange und mache ein paar Klimmzüge in Schräglage (die anderen sind für mich noch zu schwer)

Alles in allem erstaunlich guter Tag, aber der Marathon in drei Wochen ist schnell da. Bis da hin muss ich noch ein bisschen was aufholen.

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