Barfuß Trainingslauf durch Berlin (Montag – 2.10.2017)

Ein Montag voller Sonne und Wärme, jedenfalls in meinem Gemüt. Das Wetter ist noch nicht ganz so in Stimmung.

Übers Wochenende habe ich mich recht gut erholt. Die Muskeln tun nicht mehr so weh und die Blase am Zeh sieht auch etwas besser aus. Zwei Tage Pause tun echt gut. Aber jetzt muss es es dafür auch mal wieder richtig rocken.

Nicht ganz so übertreiben. 4 Km werden es heute, also Schuhe aus und los.

Heute gehts in den Friedrichshain (Park). Voller Übermut auf die Straße und los gerannt. Diesmal mit Jacke, es wird ja langsam kalt und ich bin heute zu bequem um zu frieren. Der Weg zum Friedrichshain ist nicht lang aber nur über Straßen. Ich mag Asphalt und Autogase nicht, aber es lässt sich nicht vermeiden.

Im Park angekommen geht es weiter. Natürlich renne ich auch bis zum Park, aber im Park geht es dann erst richtig los. Es laufen eine ganze Menge Leute. Überall wo man hinsieht gibt es Hobbysportler, ambitionierte Läufer und Fitnesswahnsinnige, die sich an den vielen Geräten und Klettergerüsten turnend aufhalten.

Die Strecke ist angenehm, Keine Abgase, wenig fiese Steine, fast nur freundliche Leute. Der morgendliche Stress des Montags ist hier nicht zu spüren.

Voller Elan, renne ich los. Die Kraft scheint unermüdbar, aber schnell rufe ich mich auch wieder zur Ordnung. Nicht den selben Fehler wie letzte Woche machen und zu früh zu schnell starten.

Kraft braucht Zeit und morgen muss ich ja wieder laufen, also nicht ganz so übertreiben. Ich zügle mich. Die Strecke ist mir bekannt, aber ich bin sie schon ein paar Monate nicht mehr gelaufen und verlaufe mich prompt durch Unachtsamkeit. So langsam bin ich ein Experte im Verlaufen. Es ist mir schon etliche Male passiert. Wahrscheinlich weil ich immer so viel beim Laufen träume. Es ist das „in diesem Moment sein“, was mich so fasziniert. Ich kann über vieles nachdenken und den Kopf für einen Moment wieder frei kriegen. Alles lockert sich im Verstand und ich bin nicht immer so verbissen wie so manches Mal im normalen Leben.

Also wieder ein Stück zurück laufen bis ich auf den richtigen Pfad zurückgefunden habe. Es laufen immer wieder Erwachsene, aber auch Kinder an mir vorbei, die heute Brückentag in der Schule haben. Ich mag es, wenn Kinder Sport machen. Wenn meine Tochter bei mir ist, gehen wir morgens auch immer laufen und auf dem Spielplatz turnen.

Jetzt kommt eine Strecke, die sehr schwierig zu meistern ist. Überall gibt es kleine, spitze und fiese Steine auf dem Boden. Ich laufe vorsichtig, langsam und am Rand. Das Gefahrenpotenzial sich hier zu verletzen ist recht hoch, aber auch solche Strecken zu laufen ist wichtig. Die Haut an den Füßen muss noch härter werden, damit mir auch solche Strecken nichts mehr ausmachen.

In drei Wochen ist Marathon und ich muss noch ein bisschen was an Leistung drauf packen. Es ist nicht so, dass ich eine Bestzeit dort hinlegen will (dafür ist auch die Strecke zu schwierig) aber zumindest durchkommen, ohne sich zu verletzen ist mir wichtig.

Ganz ohne Schuhe oder Flipflops bin ich noch nie 42 Km gelaufen. Es wird also sehr spannend.

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